Was ist Zeolith?
Zeolithe sind poröse Alumosilikate mit einer feinen inneren Gerüststruktur. In ihren Hohlräumen können positiv geladene Ionen gebunden und gegen andere ausgetauscht werden. Dazu gehören für Pflanzen wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium. Unsere Substatmischung ist so abgestimmt das diese Mineralstoffionen und Spurenelement als Nährstoffe für die Pflanzen enthalten sind.
Die Eigenschaften unterscheidet sich je nach Zeolith ob künstlich oder natürlich als Basis. Für ein Pflanzsubstrat kommt es deshalb auf eine geeignete Mischung und die gewünschte Anwendung an. Ein einzelner Rohstoffkennwert beschreibt also nicht die Einsatzmöglichkeit und dessen Kulturverhalten.
Warum wir das Material behandeln.
Bei Colomi wird das ausgewählte Zeolith-Rohstoffmaterial in mehreren Schritten verarbeitet. Unsere Behandlung mit Polyolen und einer ionendurchlässigen Endbeschichtung ist darauf ausgelegt, den Ionenaustausch zu regulieren und die Funktion und Eigenschaften über lange Zeit zu erhalten.
Die Beschichtung lässt Ionen passieren und beeinflusst zugleich die Aufnahme und Abgabe von Wasser. Colomi ist deshalb in seiner Anwendung und Eigenschaft nicht mit naturbelassenem Zeolith gleichzusetzen, da der Wirkungsgrad vollkommen anders und optimiert ist.


Wasser speichern, ohne unkontrolliert nachzufüllen.
Colomi speichert bis zu etwa 30 Prozent seines Volumens an Wasser, die Kapillarwirkung ist nicht mit Ton vergleichbar. Die Aufnahme vom Gefäßboden erfolgt langsam in wenigen Minuten. Eine kleine sichtbare Wassermenge als Orientierung für den richtigen Gießzyklus bleibt unten am Gefäßboden erhalten. Mit Wasser gesättigtes Colomi fühlt sich trocken an und reduziert daher zu hohe Feuchtigkeit in der des Wurzelballens.
Die Oberfläche des Colomi Pflanzsubstrats wird bei Feuchtigkeit nicht zuverlässig dunkler wie bei unbehandelten Zeolith. Beurteilen Sie den Gießzeitpunkt deshalb am Wasserstand und an der Restfeuchte unten im Gefäß – oder einen dafür angepassten Gießanzeiger. Die Beurteilung der Feuchtigkeit ist im Colomi sehr zuverlässig, denn wenn außen an der Seite am transparenten Pflanzgefäß kein Feuchtigkeit mehr zu sehen ist, so trifft das auch in der Mitte unseres Substrat zu. Anderer Substrat sind außen bereits trocken aber in der Mitte noch Feucht, wie bei Rindensubstrat oder Erden und Pflanzen können so übergegossen werden. Mehr zum Gießanzeiger.


Die Wurzeln müssen den Versorgungsbereich erreichen.
Weil sich Wasser in unserem Granulat langsam verteilt, werden die Wurzeln beim Einpflanzen bis zum Gefäßboden geführt bzw. müssen am Gefäßboden aufsitzen. Zuerst die Pflanze einsetzen, dann das Granulat locker einfüllen. Eine hohe Schicht unter dem Wurzelballen oder ein zu hohes einpflanzen ohne das Wurzeln zum Gefäßboden reichen würde die Pflanze vom unteren feuchten Bereich trennen und die Pflanze vertrocknen lassen. Für manche Orchideenliebhaber von Phalaenopsis Orchideen mag es zunächst ungewöhnlich erscheinen, dass erstmal Orchideenwurzeln über einige Tage direkt im Wasser liegen, aber durch die immer regelmäßige wiederkehrende Trocknungsphasen beeinträchtigt es die Wurzeln nicht. Ständig Wasser an den Wurzeln, ohne Trocknungphase, bei Phalaenopsis Orchideen, führt letztlich zur Wurzelfäule. Von daher sind Trocknungsphasen wichtig, vorübergehende Wasserphasen schaden also den Wurzeln einer Phalaenopsis erstmal nicht.
Die passende Wasserhöhe hängt vom Gefäß und den Gefäßboden ab. Ein überwölbter Gefäßboden kann die Bestimmung der Trocknungsphase erschweren, von daher sollte der Gefäßboden, möglichst gerade sein. Für Colomi Care, Glas und Orchitop gelten jeweils eigene Pflanz- und Gießhinweise.
Woher kommen die Farben?
Bei der Herstellung werden wasserunlösliche anorganische Farbpigmente in die Oberfläche eingebunden, solche Farbpigmente kennt man u.a. auch bei Wandfarben für Innenräume. Sie setzen dekorative Akzente, verändern aber die positiven Funktion des Colomi Granulats nicht.
Das Colomi Orchideengranulat bleibt über viele Jahre nutzbar, aus unserer Erfahrung 5-8 Jahre und mehr, in Abhängigkeit des verwendeten Gießwasser. Auch nach einem Wechsel der Bepflanzung kann gereinigtes Colomi in der Regel weiterverwendet werden. Farben und Körnungen entdecken.
Eine Messreihe zum Nachlesen.
Im Bericht von Dr. Ernst Avenhaus, Stand 5. Oktober 2017, wurde frisches Colomi Orchideengranulat (er nennt es Micolo) mit Regenwasser übergossen und einen Monat im Gewächshaus stehen gelassen. Für die dort als „Micolo“ bezeichneten Varianten nennt die Tabelle Leitwerte von 376 µS für die feine und 117 µS für die grobe Körnung. Auch pH-Werte und Vergleichsmaterialien werden aufgeführt.
Diese Messwerte gehören zu dem beschriebenen Versuch. Der Bericht erläutert außerdem die Wasseraufnahme und eine Kultur mit speziellen Dochtbewässerung welche Herr Dr. Avenhaus entwickelt hat.
Originalbericht, Messreihe auf Seite 2 · Autor und Kulturzusammenhang.
